Kursverlauf der voestalpine-Aktie
voestalpine AG im Vergleich zu ATX und internationalen Indizes
Veränderungen gegenüber Ultimo März 2025 in %
Im Zeitraum vom 1. April 2025 bis 31. März 2026 wurde die Kursentwicklung der voestalpine‑Aktie von einer Vielzahl makroökonomischer, branchen‑ sowie unternehmensspezifischer Faktoren geprägt. In den ersten Monaten des Geschäftsjahres 2025/26 zeigte der Aktienkurs trotz anhaltender Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Einführung von US‑Zöllen zunächst eine weitgehend stabile Entwicklung. Positiv wirkten sich Vorlaufindikatoren wie die Einkaufsmanagerindizes in der Europäischen Union aus, die auf moderate Erholungstendenzen hindeuteten. Zusätzlich sorgten Zinssenkungen der Europäischen Zentralbank (EZB) im April und Juni 2025 für positive Impulse an den Aktienmärkten.
In der Folge gewann der Kursverlauf deutlich an Dynamik. Im August und September 2025 profitierte die voestalpine-Aktie von positiven Nachrichten und politischen Entscheidungen, darunter eine rückwirkende Senkung der US-Zölle auf europäische Automobilimporte. Weitere Unterstützung kam von regulatorischer Seite durch Berichte über eine geplante Verschärfung von Importbeschränkungen für internationale Stahllieferungen in die Europäische Union, die gegen Ende September 2025 öffentlich wurden. Positiv aufgenommen wurden am Kapitalmarkt zudem die Mitte November 2025 veröffentlichten Unternehmenszahlen für das erste Halbjahr 2025/26.
Gegen Ende des Geschäftsjahres 2025/26 rückten die Kriegshandlungen im Nahen Osten verstärkt in den Fokus der Kapitalmärkte. Die Blockade der Straße von Hormus führte zu spürbaren Verwerfungen an den globalen Energiemärkten. Die Prognose über ein schwächeres Wirtschaftswachstum bei gleichzeitig zunehmenden Inflations- und Zinserwartungen belastete die Stimmung an den Kapitalmärkten. Dieser negativen Stimmung konnte sich auch die voestalpine-Aktie nicht entziehen. Im März 2026 kam es nach der zuvor starken Entwicklung zu merklichen Kursrückgängen.
Die Aufnahme der voestalpine-Aktie in den ATX five fiel in dieses herausfordernde Kapitalmarktumfeld zu Ende des Geschäftsjahres 2025/26. Der Index gilt als einer der wichtigsten Börsenbarometer der Wiener Börse und umfasst die fünf meistgehandelten Unternehmen.
In der Betrachtung über das gesamte Geschäftsjahr 2025/26 verzeichnete die voestalpine‑Aktie in Summe einen deutlichen Kurszuwachs von 65 %. Ausgehend von einem Kursniveau von 22,86 EUR per 1. April 2025 erhöhte sich der Aktienkurs bis zum 31. März 2026 auf 37,82 EUR. Im gleichen Zeitraum legte der Vergleichsindex ATX um rund 30 % zu, während der STOXX Index (Europe) sowie der Dow Jones Industrial Index Wertsteigerungen von jeweils rund 10 % verzeichneten.
Neue Kapitalallokations- und Dividendenpolitik
Am 30. Juni 2025 beschloss der Vorstand der voestalpine AG eine neue Kapitalallokationsstrategie, welche die Umsetzung der Unternehmensstrategie 2030+ durch klare Leitlinien für Investitionsentscheidungen, die Steuerung der Bilanzstruktur sowie für die Ausschüttungspolitik unterstützen soll. Künftig bemisst sich der jährliche Dividendenvorschlag des Vorstands an die Hauptversammlung nach folgenden Grundsätzen:
Ausschüttung von 30 % des Gewinns je Aktie (EPS), sofern der Verschuldungsgrad (berechnet Nettofinanzverschuldung/EBITDA) nach Dividendenzahlung 2,0 nicht überschreitet.
Jedenfalls eine Mindestdividende von 0,40 EUR je Aktie.
Bei außergewöhnlich guter Ergebnislage und einem entsprechenden Verschuldungsgrad (Nettofinanzverschuldung/EBITDA kleiner 2 nach Dividendenzahlung) sind zusätzliche Ausschüttungen und/oder Aktienrückkäufe möglich.
Dieses Modell soll eine ausgewogene Balance zwischen erfolgsabhängiger und dennoch stabiler Beteiligung der Aktionär:innen am Unternehmenserfolg sowie die Sicherstellung einer resilienten und soliden Kapitalstruktur für künftiges Wachstum gewährleisten.
Aufstockung WandelschuldVerschreibungen
Der Vorstand der voestalpine AG beschloss am 2. März 2026 aufgrund des günstigen Marktumfeldes, die bereits im Jahr 2023 begebenen Wandelschuldverschreibungen mit Fälligkeit 2028 um einen Gesamtnennbetrag von bis zu 35 Mio. EUR aufzustocken. Das ursprüngliche Emissionsvolumen der Wandelschuldverschreibung vom April 2023 betrug 250 Mio. EUR. Darüber hinaus entschied der Vorstand Anfang März 2026, zur Bedienung von Gläubiger:innen der Wandelschuldverschreibungen, die bis zum Laufzeitende von ihrem Wandlungsrecht Gebrauch machen, eigene Aktien zu verwenden. Diese Vorgangsweise entspricht jener bei den ursprünglich im Jahr 2023 begebenen Wandelschuldverschreibungen (siehe Ad‑hoc‑Mitteilung vom 1. Dezember 2025).