C. Konsolidierung

C. Konsolidierung

C.1. Konsolidierungsmethoden

Tochterunternehmen

Der Konsolidierungskreis wird nach den Bestimmungen der IFRS festgelegt. Der Konzernabschluss des voestalpine-Konzerns umfasst neben der voestalpine AG als Mutterunternehmen auch die von ihr beherrschten Tochterunternehmen. Die Jahresabschlüsse aller vollkonsolidierten Gesellschaften werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zum 31. März aufgestellt. Beherrschte Unternehmen, die nicht in den Konzernabschluss einbezogen werden, sind allein und in Summe unwesentlich. Die Tochterunternehmen sind in der Anlage zum Anhang „Beteiligungen“ angeführt.

Tochterunternehmen sind Gesellschaften, welche vom Konzern beherrscht werden. Beherrschung besteht, wenn der voestalpine-Konzern Verfügungsmacht über das Beteiligungsunternehmen ausüben kann, schwankenden Renditen aus der Beteiligung ausgesetzt ist und die Renditen aufgrund der Verfügungsmacht der Höhe nach beeinflussen kann. Die Jahresabschlüsse von Tochterunternehmen werden in den Konzernabschluss ab dem Zeitpunkt, zu dem der Konzern die Beherrschung über das Tochterunternehmen erlangt, bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Beherrschung durch den Konzern endet, einbezogen.

Bei Erstkonsolidierungen werden die Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten mit dem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt bewertet. Der Betrag, um welchen der geleistete Erwerbspreis für den Unternehmenszusammenschluss das neubewertete Nettovermögen übersteigt, wird als Firmenwert angesetzt. Sind die Anschaffungskosten niedriger als das Nettovermögen, so wird die Differenz nach nochmaliger Überprüfung der Kaufpreisallokation erfolgswirksam in der Erwerbsperiode erfasst. Die auf die nicht beherrschenden Gesellschafter entfallenden stillen Reserven bzw. Lasten werden ebenfalls aufgedeckt.

Im voestalpine-Konzern findet die Partial-Goodwill-Methode Anwendung. Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter werden im Erwerbszeitpunkt demgemäß zum entsprechenden Anteil des neubewerteten Nettovermögens ohne Berücksichtigung eines anteiligen Firmenwerts angesetzt. Anteile nicht beherrschender Gesellschafter werden in der Konzernbilanz separat vom Eigenkapital der Anteilseigner des Mutterunternehmens ausgewiesen. Der den nicht beherrschenden Gesellschaftern zuzurechnende Anteil am Ergebnis nach Steuern und dem Gesamtergebnis der Periode wird in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung dargestellt.

Die weitere Einbeziehung von akquirierten Gesellschaften in den Konzernabschluss erfolgt unter Fortführung der gemäß IFRS 3 zum Erwerbsstichtag ermittelten beizulegenden Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden unter Berücksichtigung der entsprechenden Abschreibungen. Der Bilanzwert der nicht beherrschenden Anteile bestimmt sich nach den fortgeführten Fair Values der erworbenen Vermögensgegenstände und Schulden.

Alle konzerninternen Zwischenergebnisse, Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Erträge und Aufwendungen werden eliminiert.

Eigenkapitaltransaktionen mit nicht beherrschenden Gesellschaftern unter aufrechter Beherrschung werden als Transaktion zwischen Eigentümer:innen behandelt. Differenzen zwischen den geleisteten Zahlungen für übertragene Anteile und dem anteiligen Buchwert der nicht beherrschenden Anteile werden direkt im Eigenkapital erfasst.

Put-Optionen, welche nicht beherrschenden Gesellschaftern für ihre Anteile an Konzerngesellschaften eingeräumt wurden, werden mit ihrem Fair Value als Verbindlichkeit passiviert. Sofern für den Einzelfall ein Übergang der mit dem Eigentum am nicht beherrschenden Anteil verbundenen Chancen und Risiken bereits zum Zeitpunkt des Mehrheitserwerbs erfolgt ist, geht man von einem Erwerb von 100 % der Gesellschaft aus. Liegt hingegen kein Chancen- und Risikotransfer vor, werden die nicht beherrschenden Anteile weiterhin im Eigenkapital ausgewiesen. Die Verbindlichkeit wird erfolgsneutral aus den Gewinnrücklagen dotiert („double credit approach“). Die Folgebewertung der Verbindlichkeit aus der Put-Option wird erfolgswirksam vorgenommen.

Für Verbindlichkeiten offener Put-Optionen wird im Rahmen der Bewertung die Discounted-Cashflow-Methode unter Beachtung der vertraglichen Höchstgrenzen angewendet. Inputfaktoren in der Discounted-Cashflow-Methode sind insbesondere die Planannahmen in der Mittelfristplanung sowie der Diskontierungszins.

Nach der Equity-Methode einbezogene Unternehmen

Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen werden nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss der voestalpine AG einbezogen. Die Anteilshöhen sind in der Anlage zum Anhang „Beteiligungen“ angeführt.

Assoziierte Unternehmen sind Unternehmen, auf welche der voestalpine-Konzern durch die Mitwirkung an den finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen über maßgeblichen Einfluss verfügt, wobei weder Beherrschung noch gemeinschaftliche Führung der Entscheidungsprozesse vorliegt. Gemeinschaftsunternehmen sind gemeinsame Vereinbarungen, bei denen die Partnerunternehmen (der voestalpine-Konzern und ein:e oder mehrere Partner:innen), die gemeinschaftlich die Führung über die Vereinbarung ausüben, Rechte am Nettovermögen des Unternehmens besitzen. Die Jahresabschlüsse von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen werden in den Konzernabschluss nach der Equity-Methode ab dem Erwerbszeitpunkt bis zum Veräußerungszeitpunkt einbezogen. Die assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen sind in der Anlage zum Anhang „Beteiligungen“ angeführt.

Zugänge von Anteilen an nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Jene Differenz, um welche die Anschaffungskosten den Anteil am beizulegenden Zeitwert des Nettovermögens des Beteiligungsunternehmens überschreitet, ist als Firmenwert im Anteilsbuchwert enthalten. Sind die Anschaffungskosten niedriger als der Anteil am beizulegenden Zeitwert des Nettovermögens des Beteiligungsunternehmens, so wird die Differenz erfolgswirksam in der Erwerbsperiode erfasst. In den Folgeperioden werden die erstmalig erfassten Anschaffungskosten um den Anteil des Konzerns am Gewinn oder Verlust unter Berücksichtigung der Fortschreibung im Rahmen der Kaufpreisallokation aufgedeckter stiller Reserven und Lasten abzüglich erhaltener Dividenden sowie um den Anteil des Konzerns am sonstigen Ergebnis und anderen Änderungen im Eigenkapital angepasst. Darüber hinaus wird bei Vorliegen eines Anhaltspunktes für eine Wertminderung der gesamte Anteilsbuchwert auf Wertminderung geprüft.

Bei nach der Equity-Methode einbezogenen Gesellschaften (assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen) wurden bei Unwesentlichkeit die lokalen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie abweichende Bilanzstichtage (siehe dazu Anlage zum Anhang „Beteiligungen“) aus zeitlichen Gründen und Aufwand-Nutzen-Überlegungen beibehalten.

Sonstige Unternehmensanteile

Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und Anteile an assoziierten Unternehmen, welche in diesem Konzernabschluss nicht vollkonsolidiert oder nach der Equity-Methode einbezogen sind, werden unter den anderen Finanzanlagen und sonstigen Unternehmensanteilen ausgewiesen. Die Bewertung dieser sonstigen Vermögenswerte erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten.

Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte, Veräußerungsgruppen (Disposal Groups) und nicht fortgeführte Aktivitäten (Discontinued Operations)

Der Konzern klassifiziert langfristige Vermögenswerte oder Veräußerungsgruppen als zur Veräußerung gehalten, wenn der zugehörige Buchwert überwiegend durch ein Veräußerungsgeschäft und nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert wird. Eine Veräußerungsgruppe wird als nicht fortgeführte Aktivitäten (aufgegebener Geschäftsbereich, Discontinued Operations) eingestuft, sobald der Unternehmensbestandteil als zur Veräußerung gehalten klassifiziert wird oder bereits abgegangen ist und der Unternehmensbestandteil einen gesonderten wesentlichen Geschäftszweig darstellt.

Die Bewertung als zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte erfolgt mit dem niedrigeren Betrag aus Buchwert und Fair Value abzüglich Veräußerungskosten. In dem Umfang, in dem ein etwaiger Wertminderungsbedarf die langfristigen Vermögenswerte übersteigt, wird eine Abstockung auch anderer Vermögenswerte innerhalb der Veräußerungsgruppe vorgenommen.

Der Bilanzausweis erfolgt nach Konsolidierung gesondert in den Zeilen „Vermögenswerte zur Veräußerung gehalten bzw. aus nicht fortgeführten Aktivitäten“ und „Verbindlichkeiten zur Veräußerung gehalten bzw. aus nicht fortgeführten Aktivitäten“. In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung werden nicht fortgeführte Aktivitäten separat von den fortgeführten Aktivitäten ausgewiesen, wobei das Vorjahr entsprechend angepasst wird. Der Ausweis nicht fortgeführter Aktivitäten in der Kapitalflussrechnung erfolgt als davon-Vermerk.

C.2. Konsolidierungskreisänderungen

Entwicklung Konsolidierungskreis

Die Anzahl der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen hat sich im Geschäftsjahr 2025/26 wie folgt entwickelt:

Entwicklung des Konsolidierungskreises

 

 

Voll­konsolidierung

 

Equity-Methode

 

 

 

 

 

Stand am 01.04.2025

 

280

 

12

Zugänge aus Unternehmenserwerben

 

1

 

 

Änderung der Konsolidierungsmethode und Gründungen

 

 

 

 

Zugänge

 

6

 

 

Umgründungen

 

−4

 

 

Abgänge oder Veräußerung

 

−6

 

−2

Stand am 31.03.2026

 

277

 

10

davon nicht in Österreich ansässige Gesellschaften

 

219

 

4

Unternehmensverkäufe und sonstige Abgänge aus dem Konsolidierungskreis

Im Geschäftsjahr 2025/26 wurden folgende Gesellschaften endkonsolidiert:

Endkonsolidierte Gesellschaften

Name der Gesellschaft

 

Datum der End­konsolidierung

 

 

 

Vollkonsolidierte Unternehmen

 

 

OOO voestalpine Bohler Welding Russia

 

02.06.2025

voestalpine Signaling China Co. Ltd.

 

04.06.2025

Uddeholm Eiendom AS (in Liquidation)

 

10.07.2025

voestalpine Camtec GmbH

 

04.08.2025

voestalpine Automotive Components Cartersville Beteiligung GmbH (in Liquidation)

 

27.08.2025

OOO voestalpine High Performance Metals RUS

 

11.12.2025

 

 

 

Umgründungen

 

 

EDRO Engineering LLC

 

01.04.2025

voestalpine eifeler Coatings LLC

 

01.04.2025

EDRO Specialty Steels LLC

 

01.04.2025

HIRD Rail Services Limited in Liquidation

 

31.03.2026

 

 

 

Nach der Equity-Methode einbezogene Unternehmen

 

 

 

 

 

Jiaxing NYC Industrial Co., Ltd

 

04.08.2025

TransAnt GmbH

 

23.03.2026

Mit Anfang August 2025 wurde in der Steel Division der Verkauf der Business Unit Camtec Gruppe (voestalpine Camtec GmbH, Österreich, und das nach der Equity-Methode einbezogene Unternehmen Jiaxing NYC Industrial Co., Ltd, China) abgeschlossen. Die voestalpine Camtec Gruppe ist spezialisiert auf die Herstellung von Schiebern und wartungsfreien Gleitelementen aus Messing, Kupfer und Aluminium und beliefert vor allem die Automobil- und Automobilzuliefer- sowie die Maschinenbauindustrie. Die voestalpine hat sich aufgrund der gestiegenen Energie- und Personalkosten und dem gleichzeitig massiv zunehmenden Preisdruck durch außereuropäische Mitbewerber:innen vorrangig aus China und Indien für eine Veräußerung entschieden. Im Geschäftsjahr 2024/25 betrug der Umsatz rund 14,0 Mio. EUR. Für die insgesamt 47 betroffenen Mitarbeiter:innen bestand die Möglichkeit, in andere Geschäftsbereiche der voestalpine in Linz zu wechseln.

Der Unternehmensverkauf hat folgende Auswirkung auf den Konzernabschluss:

Unternehmensverkauf Camtec Gruppe

 

 

04.08.2025
(Closing)

 

 

 

Langfristiges Vermögen

 

2,9

Kurzfristiges Vermögen

 

4,2

Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten

 

−0,6

Nettovermögen

 

6,5

Ergebnis aus dem Verlust der Beherrschung

 

−0,2

Verkaufserlös

 

6,3

Abgehende Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

 

−1,5

Nettozahlungsmittelzufluss im Geschäftsjahr

 

4,8

 

 

 

Mio. EUR

Vom Verkaufserlös sowie vom Nettozahlungsmittelzufluss betreffen jeweils 1,7 Mio. EUR das nach der Equity-Methode einbezogene Unternehmen.

Im Dezember 2025 hat die High Performance Metals Division 100 % ihrer Anteile an der OOO voestalpine High Performance Metals RUS, Russland, veräußert. Dieser Abgang hat keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Aufgrund von Liquidation wurden in der Metal Engineering Division die OOO voestalpine Bohler Welding Russia, Russland und die voestalpine Signaling China Co. Ltd., China, Anfang Juni 2025, die Uddeholm Eiendom AS (in Liquidation), Norwegen, in der High Performance Metals Division mit Juli 2025 sowie die voestalpine Automotive Components Cartersville Beteiligung GmbH (in Liquidation), Deutschland, in der Metal Forming Division mit Ende August 2025 endkonsolidiert. Die Auswirkungen dieser Abgänge auf den Konzernabschluss sind als unwesentlich zu erachten.

Nicht fortgeführte Aktivitäten (Discontinued Operations) und Veräußerungsgruppen (Disposal Groups)

Am 12. Jänner 2026 wurde der Verkaufsbeschluss für die Asset CGU voestalpine BÖHLER Profil GmbH & Co KG, Österreich, welche Spezialprofile in unterschiedliche Industriefelder liefert und darüber hinaus eine der führenden Produzentinnen von Profilen für Industriemesser ist, im Segment High Performance Metals vom Vorstand gefasst.

Die Kriterien einer Klassifizierung „als zur Veräußerung gehalten“ wurden im Geschäftsjahr 2025/26 erfüllt. Im Rahmen eines strukturierten Verkaufsprozesses konnten die Verhandlungen mit der Vertragsunterzeichnung (Signing) am 29. Jänner 2026 abgeschlossen werden. Das Industrieunternehmen Kadant Inc., Westford, Massachusetts, USA, übernimmt neben der Gesellschaft auch alle rund 150 Mitarbeiter:innen. voestalpine BÖHLER Profil GmbH & Co KG wurde bis zum Abschluss des Verkaufs (Closing) am 30. April 2026 vom Management als Veräußerungsgruppe eingestuft. Der Vollzug des Verkaufs stellt ein nicht zu berücksichtigendes Ereignis nach dem Abschlussstichtag gemäß IAS 10 dar (siehe dazu auch Punkt D.31. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag).

Der Konzern bewertet Veräußerungsgruppen zum niedrigeren Wert aus Buchwert und Fair Value abzüglich der Veräußerungskosten. Der Fair Value abzüglich der Veräußerungskosten wurde auf Basis des unterzeichneten Vertrags aus dem voraussichtlichen Verkaufserlös abgeleitet und übersteigt den Buchwert der Veräußerungsgruppe.

Die Hauptgruppen der Vermögenswerte und Schulden der Veräußerungsgruppe umfassen folgende Positionen:

Veräußerungsgruppe BÖHLER Profil

 

 

31.03.2026

 

 

 

Langfristiges Vermögen

 

9,7

Vorräte

 

8,6

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Forderungen und sonstige Vermögenswerte

 

6,6

Summe Aktiva

 

24,9

Pensionen und andere langfristige Arbeitnehmerverpflichtungen

 

2,8

Rückstellungen

 

3,5

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten

 

2,5

Summe Passiva

 

8,8

 

 

 

Mio. EUR

Unternehmenserwerbe und sonstige Zugänge zum Konsolidierungskreis

Im Geschäftsjahr 2025/26 werden folgende Gesellschaften im Konzernabschluss erstmalig einbezogen:

Unternehmenserwerbe

Name der Gesellschaft

 

Anteil in %

 

Datum der Erst­konsolidierung

 

 

 

 

 

Vollkonsolidierung

 

 

 

 

voestalpine Automotive Components Holding GmbH

 

100,000 %

 

01.04.2025

HIRD Rail Services Limited

 

100,000 %

 

02.07.2025

voestalpine Management Consulting (Shanghai) Co., Ltd.

 

100,000 %

 

14.07.2025

voestalpine Railway Systems Italy S.r.l.

 

100,000 %

 

31.10.2025

voestalpine BÖHLER Profil VerwaltungsGmbH

 

100,000 %

 

27.11.2025

voestalpine Railway Systems Solutions Egypt S.A.E

 

90,000 %

 

28.01.2026

voestalpine Railway Systems Spain, S.L.

 

100,000 %

 

28.01.2026

Bei den Konsolidierungskreiszugängen der vollkonsolidierten Gesellschaften handelt es sich um einen Erwerb, zwei Gründungen sowie um vier erstmalig einbezogene Gesellschaften.

Anfang Juli erlangte die voestalpine Turnout Technology UK Limited, Großbritannien, ein Unternehmen der Metal Engineering Division, Kontrolle über 100 % der Anteile an der HIRD Rail Services Limited, Doncaster, Großbritannien, mit rund 15 Mitarbeiter:innen.

Mit dem Erwerb der HIRD Rail Services Limited gelingt dem Geschäftsbereich Railway Systems ein weiterer Schritt zur Verbesserung der Marktposition in Großbritannien. Die HIRD Rail Services Limited ist führende Anbieterin von hochqualitativen Isolierstößen für Network Rail (britische Staatsbahn) und ist in diesem Bereich am britischen Bahnmarkt sehr gut positioniert. Weitere Wachstumsperspektiven ergeben sich aus einer Erweiterung der regionalen Absatzgebiete der Produkte sowie dem Angebot von Systemlösungen.

Der Unternehmenserwerb hat folgende Auswirkungen auf den Konzernabschluss:

Auswirkungen der Unternehmenserwerbe

 

 

Angesetzte Werte

 

 

 

Langfristiges Vermögen

 

2,0

Kurzfristiges Vermögen

 

1,5

Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten

 

–0,6

Nettovermögen

 

2,9

Firmenwert

 

1,0

Anschaffungskosten

 

3,9

Erworbene Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

 

–0,5

Nettozahlungsmittelabfluss

 

3,4

 

 

 

Mio. EUR

Der aktive Unterschiedsbetrag in Höhe von 1,0 Mio. EUR resultiert aus dem Ergebnispotenzial der Gesellschaft. Dieser Unterschiedsbetrag ist gemäß IFRS nicht individuell aktivierungsfähigen Positionen zuzuordnen und wird der firmenwerttragenden Einheit Railway Systems zugerechnet. Es wird nicht erwartet, dass Teile des erfassten Firmenwerts für körperschaftsteuerliche Zwecke abzugsfähig sind.

Der Unternehmenserwerb trug seit Erstkonsolidierung Umsatzerlöse in Höhe von 1,6 Mio. EUR zu den Umsatzerlösen des Konzerns bei. Der Anteil am Ergebnis nach Steuern des Konzerns für den gleichen Zeitraum betrug 0,0 Mio. EUR. Wäre der Unternehmenserwerb schon zum 1. April 2025 konsolidiert worden, wären die berichteten Konzernumsatzerlöse um rund 2,2 Mio. EUR und das berichtete Ergebnis nach Steuern des Konzerns um rund 0,1 Mio. EUR höher.

Im Rahmen der erstmaligen Vollkonsolidierung der HIRD Rail Services Limited werden beizulegende Zeitwerte für Lieferforderungen in Höhe von 0,7 Mio. EUR (Bruttobuchwert 0,7 Mio. EUR) übernommen. Die voraussichtlich uneinbringlichen Forderungen sind als unwesentlich zu betrachten.

Für frühere Unternehmenserwerbe gemäß IFRS 3 wurden in der laufenden Berichtsperiode 26,8 Mio. EUR bezahlt.

C.3. Tochterunternehmen mit wesentlichen nicht beherrschenden Anteilen

Tochterunternehmen mit wesentlichen nicht beherrschenden Anteilen

Name des Tochterunternehmens

 

Sitz

 

31.03.2025

 

31.03.2026

 

 

 

 

 

 

 

voestalpine Tubulars GmbH & Co KG

 

Kindberg, Österreich

 

 

 

 

Eigentumsanteil

 

 

 

49,8875 %

 

49,8875 %

Beteiligungsquote der Anteile ohne beherrschenden Einfluss

 

 

 

50,1125 %

 

50,1125 %

CNTT Chinese New Turnout Technologies Co., Ltd.

 

Qinhuangdao, China

 

 

 

 

Eigentumsanteil

 

 

 

50,0000 %

 

50,0000 %

Beteiligungsquote der Anteile ohne beherrschenden Einfluss

 

 

 

50,0000 %

 

50,0000 %

Die gesamten nicht beherrschenden Anteile der Periode betragen 220,3 Mio. EUR (31. März 2025: 239,9 Mio. EUR), wovon 124,1 Mio. EUR (31. März 2025: 140,9 Mio. EUR) auf die voestalpine Tubulars GmbH & Co KG und 23,6 Mio. EUR (31. März 2025: 22,6 Mio. EUR) auf die CNTT Chinese New Turnout Technologies Co., Ltd. entfallen. Die weiteren nicht beherrschenden Anteile sind einzeln für den Konzern als unwesentlich anzusehen.

Nachfolgend werden zusammengefasste Finanzinformationen für jedes Tochterunternehmen mit nicht beherrschenden Anteilen, die für den Konzern wesentlich sind, dargestellt. Die Angaben entsprechen den Beträgen vor Eliminierung konzerninterner Transaktionen.

Zusammengefasste Bilanz

 

 

voestalpine Tubulars
GmbH & Co KG

 

CNTT Chinese New Turnout Technologies Co., Ltd.

 

 

31.03.2025

 

31.03.2026

 

31.03.2025

 

31.03.2026

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Langfristiges Vermögen

 

135,4

 

127,5

 

12,3

 

12,3

Kurzfristiges Vermögen

 

246,0

 

202,1

 

70,1

 

82,3

Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten

 

26,8

 

22,4

 

0,7

 

0,8

Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten

 

74,0

 

61,8

 

36,5

 

46,5

Nettovermögen (100 %)

 

280,6

 

245,4

 

45,2

 

47,3

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mio. EUR

Zusammengefasste Gewinn- und Verlustrechnung

 

 

voestalpine Tubulars
GmbH & Co KG

 

CNTT Chinese New Turnout
Technologies Co., Ltd.

 

 

2024/25

 

2025/26

 

2024/25

 

2025/26

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Umsatzerlöse

 

583,9

 

458,8

 

59,1

 

67,2

EBIT

 

10,7

 

−32,9

 

15,9

 

15,0

Ergebnis nach Steuern

 

9,3

 

−33,9

 

14,2

 

13,0

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zuzurechnen den:

 

 

 

 

 

 

 

 

Anteilseignern des Mutterunternehmens

 

4,6

 

−16,9

 

7,1

 

6,5

nicht beherrschenden Gesellschaftern

 

4,7

 

−17,0

 

7,1

 

6,5

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mio. EUR

Zusammengefasste Kapitalflussrechnung

 

 

voestalpine Tubulars
GmbH & Co KG

 

CNTT Chinese New Turnout
Technologies Co., Ltd.

 

 

2024/25

 

2025/26

 

2024/25

 

2025/26

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Cashflow aus der Betriebstätigkeit

 

93,3

 

−27,1

 

15,9

 

16,4

Cashflow aus der Investitionstätigkeit

 

78,2

 

26,0

 

−2,1

 

−0,4

davon Investitionen/Devestitionen in andere Finanzanlagen

 

104,8

 

38,0

 

0,0

 

0,0

Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit

 

−171,6

 

1,1

 

−15,2

 

−10,7

Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

 

−0,1

 

0,0

 

−1,4

 

5,3

 

 

 

 

 

 

 

 

 

An nicht beherrschende Gesellschafter gezahlte Dividenden

 

76,8

 

0,0

 

4,7

 

10,5

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mio. EUR

In der Berichtsperiode wurden für den Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen an der Travertec S.R.L., Rumänien, 4,5 Mio. EUR bezahlt. Nicht beherrschende Anteile in Höhe von 3,7 Mio. EUR wurden ausgebucht, ein Betrag in Höhe von 0,8 Mio. EUR wurde direkt im Eigenkapital verrechnet.

C.4. Nach der Equity-Methode einbezogene Unternehmen

Anteile an wesentlichen assoziierten Unternehmen

Die voestalpine hält einen 20%igen Anteil an der ArcelorMittal Texas HBI-Gruppe mit Sitz in Delaware, USA und übt maßgeblichen Einfluss auf diese Unternehmensgruppe aus. Der Anteil wird nach der Equity-Methode bilanziert. Die ArcelorMittal Texas HBI-Gruppe betreibt eine Direktreduktionsanlage und liefert Hot Briquetted Iron (HBI) auch an den voestalpine-Konzern. Die Gesellschaft notiert nicht an der Börse.

Die nachstehenden Tabellen enthalten die Finanzinformationen der ArcelorMittal Texas HBI-Gruppe.

Zusammengefasste Bilanz

 

 

ArcelorMittal Texas HBI-Gruppe

 

 

31.03.2025

 

31.03.2026

 

 

 

 

 

Langfristiges Vermögen

 

349,1

 

271,9

Kurzfristiges Vermögen

 

367,8

 

443,5

Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten

 

32,0

 

30,2

Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten

 

77,5

 

91,3

Nettovermögen (100 %)

 

607,4

 

593,9

 

 

 

 

 

Mio. EUR

Zusammengefasste Gewinn- und Verlustrechnung

 

 

ArcelorMittal Texas HBI-Gruppe

 

 

2024/25

 

2025/26

 

 

 

 

 

Umsatzerlöse

 

578,7

 

601,2

 

 

 

 

 

Ergebnis nach Steuern

 

−59,3

 

−21,8

Ergebnis nach Steuern (20 %)

 

−11,9

 

−4,4

PPA Fortschreibung

 

4,2

 

8,9

Ergebnis des equitykonsolidierten Unternehmens (20 %)

 

−7,7

 

4,5

Sonstiges Ergebnis

 

0,6

 

−5,5

Gesamtergebnis (20 %)

 

−7,1

 

−1,0

 

 

 

 

 

Erhaltene anteilige Dividenden

 

0,0

 

0,0

 

 

 

 

 

Mio. EUR

Überleitung der Buchwerte

 

 

ArcelorMittal Texas HBI-Gruppe

 

 

31.03.2025

 

31.03.2026

 

 

 

 

 

Schlusssaldo Reinvermögen

 

607,4

 

593,9

20 % Konzernanteil am Nettovermögen

 

121,5

 

118,8

Firmenwert und sonstige Anpassungen inkl. Währungsdifferenzen

 

3,1

 

2,9

Wertminderung zum 31.03.2023 inkl. Währungsdifferenzen

 

−31,8

 

−29,9

Buchwert des Konzernanteils

 

92,8

 

91,8

 

 

 

 

 

Mio. EUR

Anteile an nicht wesentlichen assoziierten Unternehmen

Die Angaben beziehen sich jeweils auf den Anteil des voestalpine-Konzerns an den assoziierten Unternehmen und stellen sich wie folgt dar:

Anteile an nicht wesentlichen assoziierten Unternehmen

 

 

2024/25

 

2025/26

 

 

 

 

 

Anteil des Konzerns am

 

 

 

 

Ergebnis nach Steuern

 

16,0

 

14,7

Sonstigen Ergebnis

 

−0,2

 

−0,5

Gesamtergebnis

 

15,8

 

14,2

 

 

 

 

 

Buchwert nicht wesentliche assoziierte Unternehmen

 

160,1

 

164,7

 

 

 

 

 

Mio. EUR

Die assoziierten Unternehmen inklusive Anteilshöhe sind in der Anlage zum Anhang „Beteiligungen“ angeführt.

Cashflow
  • aus Investitionstätigkeit: Abfluss/Zufluss flüssiger Mittel aus Investitionen/Desinvestitionen;
  • aus der Betriebstätigkeit: Abfluss/Zufluss flüssiger Mittel, soweit nicht durch Investitions-, Desinvestitions- oder Finanzierungstätigkeit beeinflusst;
  • aus der Finanzierungstätigkeit: Abfluss/Zufluss flüssiger Mittel aus Kapitalaus- und Kapitaleinzahlungen.
Eigenkapital
Mittel, die dem Unternehmen von den Eigentümer:innen durch Einzahlung und/oder Einlage bzw. aus einbehaltenen Gewinnen zur Verfügung gestellt werden.
HBI (Hot Briquetted Iron)
Heißbrikettiertes Eisen.
IFRS („International Financial Reporting Standards“)
Rechnungslegungsnormen, die eine international vergleichbare Bilanzierung und Publizität gewährleisten sollen.

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